Am Samstag und am Sonntag, 29. und 30. November, jeweils von 11.30 bis 17 Uhr veranstaltet der Verein Geschichte Alt-Neckarau wieder seinen traditionellen Nikolaus-Markt rund ums Neckarauer Rathaus (Rathaus und Remise, Rathausstraße 1-3). Am Samstag wird um 15.30 Uhr der Nikolaus erwartet. Er wird sicher wieder die Kinder mit Süßigkeiten beschenken und gegen 16 Uhr die Krippe öffnen. Die Aussteller bieten Weihnachtsdeko, Selbstgebackenes und Geschenk-Ideen an. Wie immer ist für das leibliche Wohl gesorgt. Angeboten werden zum Beispiel Kartoffelpuffer, Bratwurst, Steak und Pommes, neben den üblichen Getränken auch Glühwein und dazu Waffeln. Zum Verkauf stehen Weihnachtsgebäck und kleine Linzertorten, ebenso von den fleißigen Helferinnen selbst gebackene Kuchen nebst Kaffee, der in nostalgischen Sammeltassen gereicht wird.
Und: In schöner Tradition zeigt der Verein Geschichte Alt-Neckarau (VGAN) ab dem zweiten Tag des Nikolausmarktes einen besonderen Schatz unter seinen Exponaten, die Sammlung der Puppen. Diese sind meistenteils Kinder der Neckarauer „Gummi“, wie die nachmalige Firma Schildkröt noch heute liebevoll von den Neckarauern genannt wird, die sich noch an das Unternehmen und seine Produkte erinnern können. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis 1975 wurden in Neckarau Puppen produziert, „die vielen Generationen von Puppenmüttern reichlich Zuneigung und Liebe abverlangten“, wie es der Neckarauer Stadtrat Dr. Bernhard Boll im vergangenen Jahr formulierte.
Denn immer zur Weihnachtszeit zeigt der Heimatverein seit vielen Jahren eine Auswahl seiner Sammlung von Schildkröt-Puppen. Sie dürfte die größte Sammlung von Schildkröt-Puppen weltweit sein, gibt sie doch mehr als 700 Exemplaren dieser in Neckarau hergestellten Puppen ein Zuhause. Der Ausstellungsraum ist im Wappensaal des alten Neckarauer Rathauses in der Rheingoldstraße 14 im 1. OG. Das Rathaus beherbergt auch das von unserem Verein betriebene Neckarauer Heimatmuseum. Während der Puppenausstellung ist das Museumscafé geöffnet. Es bietet selbst gebackene Kuchen an. Weitere Ausstellungstage, jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr: Sonntag, 7. Dezember (mit Anwesenheit der „Puppendoktorin“ Hannelore Biedermann), Sonntage, 14., 21., 28. Dezember 2025, und Dienstag, 6. Januar 26 (Feiertag in Baden-Württemberg). „Diese Puppenausstellung, die Sie hier sehen, verkörpert Industriegeschichte ebenso wie Zeit- und Kulturgeschichte“, so Bernhard Boll 2024. Und auch 2025 lohnt ein Besuch dieser sehenswerten Ausstellung – die das ganze Jahr über von Marga Steiner, Irene Gärtner und dem hauseigenen Puppendoktor, Gerhard Ruf, betreut und liebevoll gepflegt wird, auf jeden Fall.

