Im Jahr 2021 wurde Mannheim mit der Verabschiedung eines Hitzeaktionsplans (HAP) bundesweit Vorreiter. Inzwischen wurde der Hitzeaktionsplan fortgeschrieben und die Neuauflage vom Gemeinderat beschlossen. Ziel des Hitzeaktionsplans ist es, die Gesundheit und Lebensqualität während der heißen Monate für alle Menschen in Mannheim zu sichern und zu verbessern. Die Fortschreibung des Hitzeaktionsplans enthält neben einer Vereinfachung und verbesserten Anwendbarkeit eine neue Bündelung von Maßnahmen und Zielgruppen sowie eine inhaltliche Weiterentwicklung. Auch die bisher gewonnenen Erfahrungen fließen in den neuen Hitzeaktionsplan ein. Die entwickelten Checklisten für die gefährdeten Gruppen und die allgemeine Bevölkerung sowie die Maßnahmenblätter sollen die Stadtgesellschaft sensibilisieren und dabei unterstützen, sich an die zunehmenden Hitzeperioden anzupassen. „Die letzten Wochen zeigen, wie wichtig Hitzeschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für eine langfristig lebenswerte Stadt ist. Der Hitzeaktionsplan 2.0 bietet umfangreiche praktische Maßnahmen, um besonders gefährdete Gruppen aber auch die gesamte Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Ein nun etablierter Hitzestab wird diese Aktivitäten schlagkräftig bündeln“, so Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell.
Diese Etablierung eines Hitzestabs, der als Vorstufe des Verwaltungsstabs vor und während extremen Hitzelagen tagt und zum weiteren Vorgehen berät, ist eine weitere Neuerung. Geleitet wird dieser gemeinsam von den Fachbereichen Klima, Natur und Umwelt sowie Jugendamt und Gesundheitsamt aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz für Klima- und Gesundheitsfragen. „Auf dem Weg, Mannheim noch hitzeresilienter zu machen, müssen wir die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen zentral und übergreifend steuern“, sagt Dr. Peter Schäfer, Leiter des Gesundheitsamtes.
Der Hitzeaktionsplan 2.0 sowie die Checkliste und Maßnahmenblätter können auf der städtischen Webseite zum Hitzeschutz (www.mannheim.de/hitzeschutz) eingesehen und heruntergeladen werden. Dort findet sich auch der Link zur Karte mit kühlen Orten in Mannheim: https://www.gis-mannheim.de/mannheim/index.php?service=kuehle_orte mit dem Hinweis: „Schützen Sie sich und andere vor Hitze und beugen Sie gesundheitlichen Gefährdungen vor – suchen Sie kühle Orte auf!“ Hintergrund: Im Zuge der Umsetzung des Hitzeaktionsplans der Stadt Mannheim wurde eine Bürger/innenbeteiligung zur Erstellung einer Karte mit kühlen Orten in Mannheim durchgeführt. Die Ergebnisse der Beteiligung sind in dieser Karte zu sehen. Generell werden die kühlen Orte in drei Kategorien unterschieden: Kühle Orte im Freien, kühle Orte in öffentlich zugänglichen Innenräumen und kühle Orte am Wasser. In Neckarau sind genau zwei Orte ausgewiesen. Beide in der Rheingoldstraße: Zum einen die St. Jakobus Kirche. „Das Gebäude ist besonders am Anfang einer Hitzewelle noch kühl.“ Und die Matthäuskirche gegenüber: „Das Kirchenschiff ist ein kühler Raum. Auf dem Kirchhof vor der Kirche gibt es eine Rundbank um einen Mirabellenbaum. Dieser Ort kann, auch wenn die Kirche geschlossen ist, besucht werden und als Rast an heißen Tagen wird er auch gern genutzt.“
Weitere Fragen zum Thema Hitzeprävention und kühlen Orten beantwortet Laura Stenz, Klimabezogener Gesundheitsschutz, Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

