Informationen aus Neckarau

Naturkundliche Führungen über die Reißinsel am Sonntag

Naturkundliche Führungen über die Reißinsel am Sonntag

Das Naturschutzgebiet Reißinsel bietet nicht nur eine idyllische Landschaft für Spaziergänger, sondern stellt auch ein ökologisch wertvolles Areal dar. Mit über 600 Obstbäumen zählt die Reißinsel zu den größten Streuobstwiesen der Oberrheinebene und bietet Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Am Sonntag, den 20. Oktober, lädt das Naturschutz-Team des Fachbereichs Klima, Natur und Umwelt der Stadt Mannheim zu einer Führung über die Streuobstwiese ein. Von 10 bis etwa 12 Uhr können Interessierte die artenreiche Wiese erkunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zum Abschluss der etwa zweistündigen Veranstaltung wartet eine besondere Verkostung auf die Teilnehmer: Sie haben die Gelegenheit, alte Apfelsorten wie den Winterprinzenapfel und die Rheinische Schafsnase zu probieren, die auf der Reißinsel gedeihen. Treffpunkt am Sonntag, den 20. Oktober, um 10 Uhr am Strandbadparkplatz. Bei starkem Regen muss die Veranstaltung entfallen. Zu einer naturkundlichen Führung über die Reißinsel lädt auch Elke Zimmer MdL am Sonntag, den 20. Oktober, um 13:30 Uhr ein. In Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Aber was bedeutet das genau? Und worin besteht der Nutzen solcher Schutzgebiete für uns Menschen? Das Land Baden-Württemberg ist unter anderem mit seinem Biodiversitätsstärkungsgesetz Vorreiter in Sachen Artenschutz, denn der Schutz der Arten ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Bei einem herbstlichen Spaziergang über die Reißinsel mit der Mannheimer Landtagsabgeordneten Elke Zimmer, erläutern die beiden Referent/innen Thomas Kilian von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mannheim und Gabriele Baier, Biologin und Stadträtin die Bedeutung des Naturschutzgebietes Reißinsel und bringen den Teilnehmenden die heimische Flora und Fauna näher.

Datum: Sonntag 20. Oktober 2024, Treffpunkt: Reißinsel, Eingang Kuckucksinsel, Uhrzeit: 13.30 Uhr, mit Thomas Kilian, Untere Naturschutzbehörde Stadt Mannheim und Gabriele Baier, Stadträtin und Biologin. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Bei starkem Regen muss die Veranstaltung leider ausfallen.

Hintergrund: Waldpark und Wald auf der Reißinsel sind Auwälder. Auen sind flussbegleitende Landschaften, die immer wieder überschwemmt werden. In den letzten Jahrzehnten wurden hierzulande die meisten Flüsse so eingefasst, dass sie nicht mehr regelmäßig über die Ufer treten können. Damit verschwanden auch viele Auwälder. Doch ausgerechnet in einer Großstadt wie Mannheim können Sie heute noch durch einen natürlichen Auwald spazieren. Im Waldpark und auf der Reißinsel wachsen sehr viele verschiedene Baum- und Straucharten – das ist typisch für Auwälder. Eine besondere Attraktion ist der vom Aussterben bedrohte „Wilde Wein“, der auf der Reißinsel noch zu finden ist. Er ist die Urform der heutigen Weinrebe.

Wald oder Park?

Das Gebiet sieht aus wie eine Mischung aus beidem. Das Zusammenspiel von Wiesen, Wald und Wasser ist landschaftlich sehr reizvoll und sorgt für eine besonders hohe Artenvielfalt. Rein rechtlich gesehen ist die Sache aber klar: Waldpark und Reißinsel sind Waldgebiete.

Schützenswerte Natur

Die Reißinsel und der Bereich um die Silberpappel sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Reißinsel ist jedes Jahr von März bis einschließlich Juni geschlossen, damit die hier lebenden Vögel ihre Jungen ungestört großziehen können. Der nördliche Teil der Reißinsel ist als „Bannwald“ geschützt. Dieses Gebiet wird forstlich in keiner Weise genutzt. Südlich davon schließt sich ein „Schonwald“ an, in dem die forstliche Bewirtschaftung darauf ausgerichtet, den Wald besonders zu schützen.

Auf der Reißinsel leben seltene Tier- und Pflanzenarten. Um insbesondere die Vögel zu schützen, wird das Gebiet jedes Jahr von März bis einschließlich Juni gesperrt. In den vier Monaten können die dort lebenden Tiere ihren Nachwuchs großziehen. Auch die Vegetation kann sich regenerieren. Ab 1. Juli ist die Reißinsel wieder zugänglich. Der Auwald und die Streuobstwiese laden dann zum Spazierengehen und Erholen ein. Die Reißinsel ist eine der letzten natürlich vorkommenden Rheinauen im Oberrheingebiet. Weil sie auch außerhalb der jährlichen Sperrzeit ein wichtiger Rückzugsort für Vögel ist, sollten sich Besucherinnen und Besucher unbedingt an die Regeln für das Naturschutzgebiet halten: die Wege beim Spazierengehen nicht zu verlassen sowie Räder und Hunde nicht in das Schutzgebiet mitzunehmen.

Der Verein

Gemeinschaft der Selbständigen Neckarau e.V.
Postfach 24 02 66
68172 Mannheim

 

Kontakt

1. Vorsitzender Bernd Schwinn
c/o Reiseland Atlantis

Rheingoldstraße 18
68199 Mannheim

Tel.: 0621 8 41 12 10
Fax: 0621 8 41 12 11
E-Mail: schwinn@atlantis90.de