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OB Specht spricht beim Neujahrsempfang der GdS / Lob und gewichtige Ankündigungen

OB Specht spricht beim Neujahrsempfang der GdS / Lob und gewichtige Ankündigungen

 Es sei seine „alte Heimat“, so der Oberbürgermeister, denn er sei ja hier in die Schule gegangen. Nur sei es damals noch eine „Weltreise von 50 Minuten aus dem fernen Mannheimer Norden in den damals für mich noch fernen Mannheimer Süden nach Neckarau“ gewesen „und alles, was ich gelernt habe an dieser Schule hat dazu beigetragen, dass ich da bin, wo ich bin“, gab Christian Specht gleich zu Beginn seiner Rede beim Neujahrsempfang der Gemeinschaft der Selbständigen Neckarau (GdS) zu. Dass die frühen Lehrjahre „psychische Spuren bei mir hinterlassen“ haben, sorgte dann für große Erheiterung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mensa des Bachgymnasiums. Denn: „Sie haben vielleicht beim Mitsingen gemerkt: Man hat mich aus dem Schulchor ausgesondert. Nur die Triangel haben sie mir gegeben. Und das an einen musischen Gymnasium“, berichtete der heutige OB und dankte in diesem Zusammenhang der Sängerhalle Germania glaubhaft für die gelungene musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs. Aber auch ernste Themen wollte der OB mit den Neckarauern besprechen. Nämlich die Finanzen. Die Stadt gebe viel aus, investiere aber auch viel. 1000 neue Betreuungsplätze seien in Mannheimer und Neckarauer Kindergärten geschaffen worden, Schulen wie die Schillerschule saniert und „seit vielen Jahren konsequent in den Ausbau der Bildung und der Betreuungsinfrastruktur“ investiert worden. Auch die Sanierung der Steubenstraße sei „ein kleiner Beitrag“ und er sei „dem demokratischen Teil des Gemeinderates - ich sag es ganz bewusst - sehr dankbar, dass sie die Verantwortung übernommen haben“ und im Dezember das größte Einsparprogramm in der Geschichte dieser Stadt mitgemacht haben. „Ich bin aber auch jedem dankbar, der mit seinen Investitionen dazu beiträgt, dass unsere Stadt sich weiterentwickelt“, so Specht in Richtung Heinz Scheidel, der mit seiner Firma D&S mit Abriss „über Jahre heruntergekommener Gebäude“ und Neubau eine „grüne Mitte“ Neckaraus zwischen ehemaligem Wichernhaus und Auto Kress schaffen will. „Tatsächlich ein Leuchtturm“, so der OB. Und auch die GdS leiste mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinschaftsgeist.

Neben Leerständen im Einzelhandel gebe es aber auch gute Nachrichten „im Großen“, verkündete der OB. Die Sumitomo Group aus Japan, die die Firma Südkabel gekauft hätten, wollten in Neckarau „Hunderte Millionen investieren - und halten Sie sich fest - das größte KI-Rechenzentrum in der gesamten Metropolregion ‚Port 29‘ errichten“, kündigte der OB an. „Das heißt: Von Neckarau wird man sprechen.“
Denn natürlich hänge alles zusammen. Man brauche die Energie vom Großkraftwerk einerseits und gleichzeitig nutze man die Abwärme von solchen Rechenzentren und beheize damit Wohnungen in Neckarau. „Damit gibt es ein sehr ökologisches und auch ökonomisch interessantes Rechenzentrum, was nicht irgendwo auf der grünen Wiese steht, sondern mitten in Neckarau mit der Hoffnung natürlich, dass wir eine Reihe von kleinen KI-Unternehmen sich vielleicht im Umfeld dieses Rechenzentrums auch ansiedeln.“

„Von Neckarau lernen, heißt, die Welt ein bisschen besser und friedlicher zu machen“, wäre eine Botschaft für das neue Jahr „aus dem größten evangelischen Gymnasium Deutschlands“, schloss Specht. Aber noch nicht ganz. Der OB brachte auch eine Zusage mit (inklusive einem kleinen, symbolischen Farbeimer), sich an der von GdS und Verein Geschichte Alt-Neckarau sowie dem Bürgerdienstleiter Silas Walz angestoßenen Renovierung des Rathauses zu beteiligen. „Wir versuchen, gemeinsam mit den Vereinen in Neckarau Freiwillige zu finden, die den Büros dann einen neuen Anstrich zu geben und jeder, der da unterstützen kann und unterstützen will, würde uns sehr freuen“, bedankte sich Gds-Chef Bernd Schwinn. Für „dies großzügige Geschenk“ bedankte sich auch Heimatvereinschef Wolfgang Taubert. „Wir haben nichts anderes erwartet“, lachte Taubert Richtung OB. „Aber trotzdem finde ich es toll.“ Im Frühjahr (April/Mai) soll das Projekt in Angriff genommen werden (die NAN werden berichten).

Ehrung für Bölinger & Stüber

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde traditionsgemäß auch ein GdS-Mitglied geehrt. Die Neckarauer Firma Bölinger und Stüber (Im Morchhof 36) hat letztes Jahr ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert „und da ist schon viel Herzblut drin bei dem, was ihr Vater und die Vorgänger da gemacht haben“, so Bernd Schwinn. „Herzlichen Dank und vor allen Dingen, dass sie so lange schon bei der GdS sind“, so der GdS-Chef zu Geschäftsführer Stephan Stüber.

Der Verein

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68172 Mannheim

 

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